Nimues Nieren :-(((

Fragen zu kranken oder verletzten Tieren
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Gaby Schulemann
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Beitragvon Gaby Schulemann » 29 Aug 2003 19:04

Hallo ihr Lieben,

ich habe mich mehrere Wochen rar gemacht, was einerseits an meinem Urlaub, andererseits an einer immens hohen Arbeitsbelastung lag (und liegt). Wie auch immer, seit letzten Sonntag ist meine arme Nimue sehr krank. Sie leidet an einer Nierenentzündung und erhält Baytril, einmal täglich sozusagen "schnabal", denn oral kann man ja bei Vögeln nicht direkt sagen. Das Antibiotikum schlägt inzwischen ein wenig an, aber Madame schläft extrem viel und frisst kaum noch etwas.

Heute habe ich aus lauter Sorge - Nimue ist nur noch Haut, Knochen und Federn - damit begonnen, sie zwangszuernähren. Zum Glück musste ich die Kropfsonde nicht in sie hineinpraktizieren, denn Nimue ist sehr kooperativ und schleckt den Päppelbrei gierig aus der Futterspritze.

Was mich nun aber mal interessiert: Hatte jemand von euch schon mal mit einer Nierenentzündung bei einem Kathi zu kämpfen? Und hat jemand von euch schon mal "künstlich" ernähren müssen, also mit der Futterspritze? Falls ja, was und vor allem wie viel habt ihr verabreicht?

Nimue erhält derzeit einen Brei aus gemahlener Hirse, gemahlenem Hafer, gemahlenem Weizen, etwas zerdrücktem, gekochtem Eigelb, Amynin und ein wenig Honig. Sie nimmt ihn gern an, was mich natürlich beruhigt.

Über Ratschläge und "Erlebnisberichte" würde ich mich wirklich sehr freuen.

Viele liebe Grüße,
Gaby

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Beitragvon Gaby Schulemann » 29 Aug 2003 19:05

Hab noch etwas vergessen: Blattsalat, Weintrauben und Apfel frisst sie von selbst in gewaltigen Mengen, nur eben keine Körner.

LG,
Gaby

Suppenhuhn

Beitragvon Suppenhuhn » 29 Aug 2003 20:01

Hallo Gaby,

oje, das ist ja schlimm. Wie wurde denn das Nierenproblem festgestellt und wie äußert es sich?

Ich habe meiner Juliet, als sie krank war eine Spezialmischung aus Quiko Handaufzuchtsfutter, Blütenpollen+Gelee Royal, Traubenzucker und Honig gegeben.

Na ja, so ganz freiwillig hat sie es nich genommen, aber es ging einigermaßen. Ich habe 3x täglich ca 2ml gefüttert. Das reicht aber nicht, wenn der Vogel nichts anderers frißt.

Du kannst bei einer Fütterung bis zu 6ml füttern, wenn es der Vogel mag. Mehr sollte es allerdings pro Fütterung nicht sein, da sonst der Kropf geweitet werden könnte und nicht mehr richtig arbeitet.

Und Du solltest darauf achten, daß der Kropf bei der nächsten Fütterung wieder einigermaßen leer ist (wegen Bakterienbildung). Ich habe so die Erfahrung gemacht, daß ungefähr 1ml in einer Stunde weitergeleitet werden.

Wenn Du Quiko brauchst, ruf mich an. Ich habe noch genug hier.
Zuletzt geändert von Suppenhuhn am 29 Aug 2003 20:03, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon Gaby Schulemann » 30 Aug 2003 10:30

Liebes Suppenhuhn,

danke für deine Antwort. Sechs ml habe ich ihr bisher rein gefühlsmäßig gegeben, da ich den Kropffüllungsgrad nach dieser Futtermenge für gut befunden habe. Da ich sie unter der Woche nur morgens vor der Arbeit, abends direkt nach meine Rückkehr aus der Firma und dann noch mal vor dem Schlafengehen füttern kann, besteht glaube ich keine Gefahr der Kropfweitung.
Gelee Royal ist eine gute Idee, werde ich in die nächste Breiportion auch mal einrühren.

Quiko brauche ich nicht, danke. Hab mir vorhin noch ein wenig Aufzuchtfutter organisiert. Es kann schließlich nie schaden, welches im Haus zu haben. Zum Glück frisst Nimue ja wie gesagt Obst und Gemüse in großen Mengen, sodass ihr Überlebenswille allem Anschein nach noch nicht gebrochen ist. Von Nicola Traeger bekomme ich auch noch ein Mittel zur Anregung des Appetits, damit Nimue mehr von allein frisst und so vielleicht auch wieder Appetit auf Körnchen bekommen wird. Sehr wahrscheinlich wird sie eh nach dem Abschluss der Behandlung mit dem Antibiotikum wieder von allein essen. Der Nachteil von Baytril ist leider, dass es bei vielen Vögeln zu Appetitverlust führt. :-(

Die Nierenentzündung wurde durch einen Tierarzt festgestellt (geschwollene Nieren, habe ich sogar selbst ganz leicht ertasten können). Die Symptome sind: massiver Harndrang, sprich Nimue tropfte alle Nase lang aus der Kloake, klitschnasses Gefieder um die Kloake, Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust und sehr stark erhöhtes Schlafbedürfnis.

Zum Glück kenne ich Nierenentzündungen schon von den Wellensittichen, sodass ich bei Nimue umgehend wusste, woran ich bin, als sich die ersten Symptome zeigten.

Viele liebe Grüße,
Gaby

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Beitragvon snoere » 31 Aug 2003 09:34

Hallo Gaby!

Oje :( amre Nimue, ihr bleibt aber auch nix erspart.
Ich hoffe, ihr beide packt das!

Tipps kann ich dir "leider" net geben, denn zwangsernähren musste ich noch keinen meiner Flötlinge.
Gut, dass du die Symptome recht früh erkannt hast.
Heilt sowas denn wieder komplett ab?
Wie lange dauert das?

Gute Besserung.
Siggi

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Beitragvon Gaby Schulemann » 31 Aug 2003 12:08

Liebe Siggi,

normalerweise heilen Nierenentzündungen nach etwa zehn bis 14 Tagen ab, wenn sie es denn tun... In 80 Prozent der Fälle sind mir die Wellensittiche an dieser Art von Infektionskrankheit gestorben, obwohl ich alles versucht habe, um sie zu retten. Nimues Nieren beruhigen sich langsam aber sicher, nur frisst sie halt nichts Gehaltvolles selbst. Das ist natürlich alles andere als gut. Immerhin nimmt sie nach wie vor gern den Brei von mir an, sie schlürft ihn geradezu begierig aus der Futterspritze.

Dafür muss ich sie in die Hand nehmen, was ihr nicht behagt. Sie verkrampft ihren gesamten Körper, vermutlich weil sie sich an schlimme Dinge aus ihrem Leben beim Vorbesitzer erinnert. Sobald ich ihr dann aber den süßen Brei auf die Zunge gebe, entspannt sie sich, schließt die Augen und liegt ganz locker in meiner Hand. Es ist wirklich unglaublich, wie die offenbar angenehme Geschmacksempfindung sämtliche Anspannung augenblicklich von ihr abfallen lässt.

Ich kann wirklich nur hoffen, dass sie es packt. Rotlicht mag sie übrigens nicht sonderlich gern, sie geht der Wärme aus dem Weg.

Viele liebe Grüße,
Gaby

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Beitragvon Gaby Schulemann » 02 Sep 2003 22:10

Hi ihr Lieben,

vorhin war ich mit der inzwischen klapperdürren Nimue noch mal beim Arzt. Die Infektion ist weg, aber das Mädel ist so irrsinnig abgemagert, dass sie alles andere als fit ist. Nun hat sie ein Aufbaupräparat in den Nacken injiziert bekommen. In die Brustmuskulatur konnte der Arzt nicht mehr spritzen, da Nimue zu mager ist, das wäre zu gefährlich geworden. Einerseits hat sie zu wenig gegessen, andererseits ist ihre Flugmuskulatur eh total verkümmert, da sie aufgrund ihrer Blindheit nicht fliegt. Ich werde die Kleine weiter päppeln und hoffen, dass sie es schafft. Daumendrücken eurerseits ist sehr erwünscht.

Viele liebe Grüße,
Gaby

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Beitragvon snoere » 02 Sep 2003 22:22

Oje, Gaby :(
Ich drück dir beide Daumen, dass das gutgeht!
Gib nicht auf, Nimue tut's sicherlich auch net ....

Liebe Grüße,
Siggi

Gina
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Beitragvon Gina » 02 Sep 2003 22:22

boah, mittlerweile haben wir hier im Forum ja Dauerbangen und Dauerzittern um unsere Kathis... :(

Liebe Gaby, ich drücke beide Daumen und alle Flieger hier drücken sämtliche Krallen, daß die süße Nimue es schafft. Wir hoffen mit Dir.
Liebe Grüße

Regina

und 7 gefiederte Freunde

Suppenhuhn

Beitragvon Suppenhuhn » 02 Sep 2003 22:37

was wiegt sie denn noch?

Mensch, hoffentlich nimmt sie wieder zu.

Wievil ml nimmt sie denn jetzt am Tag?
Frißt sie denn auch wieder Hirse oder sowas?
Du mußt viel Honig geben, das sind Kalorien


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