Dominanter Papa Zunami

Schwanzfächern, Kopfüberhängen und andere typische Verhaltensweisen
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Moni
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Re: Dominanter Papa Zunami

Beitragvon Moni » 09 Okt 2015 22:29

Danke für den Hinweis! Habe Rana sofort eine E-Mail geschrieben.
Lieben Gruß von Moni und ihren Seelenvögeln
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rana
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Re: Dominanter Papa Zunami

Beitragvon rana » 10 Okt 2015 00:23

Danke an alle für die Warnung!

Ja, die Idee mit der Außenvoliere war von mir, aber da hatte ich nicht an den bevorstehenden Winter gedacht. Jetzt wo sich jemand mit Außenvoliere gemeldet hat ist mir das sofort aufgefallen! Ich habe nachgefragt wie warm es im Schutzhaus ist, aber noch keine Antwort erhalten. Aber eurer Meinung nach spielt das ja auch keine Rolle, da es trotzdem zu kalt ist.

Damit geht das jetzt natürlich nicht. Falsche Jahreszeit. Keine Experimente.
Liebe Grüße
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bieberhoernchen
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Re: Dominanter Papa Zunami

Beitragvon bieberhoernchen » 10 Okt 2015 13:48

ich hab damals auch einen um diese Jahreszeit erhalten, er musste dann halt bis Ende April Anfang Mai in der Wohnung bleiben und durfte dann zu den anderen

vielleicht hat derjenige ja auch ein recht großes Schutz Haus um ihn dort mit einem Käfig zu Überwintern, damit er nicht vor lauter Neugierde ins kalte fliegt :roll:
Grüße von Birgit
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rana
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Re: Dominanter Papa Zunami

Beitragvon rana » 10 Okt 2015 18:47

Dem Interessenten mit der Außenvoliere habe ich die Bedenken zwecks Umsiedlung in eine Außenvoliere um diese Jahreszeit geschildert, aber noch keine Rückmeldung bekommen.

Moni hatte mir jedoch noch geschrieben, dass es eventuell Interessenten aus Berlin gibt und da ist mir eine Idee gekommen, wie Zunami Manieren lernen könnte, die Jungvögel in Ruhe erwachsen werden und eine Familienzusammenführung in ein paar Monaten dennoch gelingen könnte:

Ich würde ihn sehr gerne versuchen wieder zu integrieren wenn die Jungvögel älter sind und ihrem Papa physisch und psychisch mehr Paroli bieten können. So lange will ich ihn jedoch nicht Einzeln halten. Das wäre seiner angeschlagenen Psyche und seinem Sozialverhalten gewiss nicht zuträglich. Deshalb könnte ich versuchen in oder der näheren Umgebung von Berlin einen Schwarm Katharinasittiche (Warmhaltung) in welchem er für ein paar Wochen / Monate leben kann zu finden. Dort könnte er das Zusammenleben im Schwarm genießen bzw. lernen, so dass ich nach seiner "Resozialisierung" eine Wiedereingliederung in seine Familie versuchen kann.

Was meint ihr?

PS: Hier herrscht weiterhin Harmonie pur. Alle knurpsen und kuscheln miteinander, die Mama mittendrin. Oskar vermisst ihn zwar, fühlt sich aber insgesamt im Kreise ihrer Kinder wohl und macht jeden Blödsinn mit.
Zunami geht es relativ gut bei meiner Freundin. Er schreit nicht mehr, frisst gut, geniesst den Freiflug und die Aufmerksamkeit die er von ihr bekommt, knurpst sogar entspannt vor sich hin. Es geht ihm definitv besser als in den letzten Wochen hier seit ich ihn wegen dem Rupfen der Küken Einzeln setzen musste. Hier war er wie im Wahn, sowohl alleine im Käfig als auch die 2 Tage im Schwarm :( . Aber einsam ist er jetzt natürlich trotzdem. Hach es wäre so toll, wenn er lernen könnte sich im Schwarm nicht wie der Oberhahn aufzuführen und ich ihn später hier integrieren könnte.
Liebe Grüße
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Re: Dominanter Papa Zunami

Beitragvon Tinaeule » 10 Okt 2015 19:45

Diese Überlegungen kommen mir sehr bekannt vor. Aber ich habe mich dagegen entschieden. Klar habe ich ein großes Interesse daran, meinen Vogel eines Tages zurück zu bekommen, sicher auch, weil es mir sehr schwer gefallen ist, ihn abzugeben, und ich deshalb immer noch ein schlechtes Gefühl habe, selbst wenn es das Beste war. Aber was bedeutet das für den Vogel? Er wird seiner Familie entrissen, schlimm für ihn, dann ist er eine Weile allein, schlimm für ihn, dann kommt er in einen Schwarm und lernt viele neue Freunde kennen, schön für ihn, jetzt kann er ankommen, und dann, nach ein paar Monaten, wird er aus seinem neuen Zuhause wieder herausgerissen. Nein, ich versteh dich total, aber das ist keine Entscheidung im Sinne des Vogels. :(
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Re: Dominanter Papa Zunami

Beitragvon geierlady » 10 Okt 2015 21:35

rana hat geschrieben:Zunami geht es relativ gut bei meiner Freundin. Er schreit nicht mehr, frisst gut, geniesst den Freiflug und die Aufmerksamkeit die er von ihr bekommt, knurpst sogar entspannt vor sich hin.


Damit zeigt er doch, dass ihm die Auszeit durchaus gut tut. Dann kann er doch noch eine Zeitlang bei deiner Freundin bleiben.
Ich finde die Idee toll, noch einen Integrationsversuch zu machen.
Aber ich würde ihn zwischendurch nicht woanders unterbringen.

Um der extremen Brutigkeit der letzten Monate entgegen zu wirken, könntest du es mit Dr. Harrison's Releaves versuchen.
Er sollte kein Eifutter und nur wenige Ölsaaten bekommen. Ihr könnt versuchen, die Tageslicht-Länge zu reduzieren.
Wenn ihr die Obst- und Gemüse-Auswahl auf wenige Sorten beschränkt, wird ihm kein Nahrungs-Überschuss suggeriert. Dadurch kann die Brutigkeit auch abnehmen.
Ich wünsche euch viel Glück! :)
Viele Grüße
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Moni
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Re: Dominanter Papa Zunami

Beitragvon Moni » 11 Okt 2015 10:31

Hallo Rana,

Rana hat geschrieben:Ich würde ihn sehr gerne versuchen wieder zu integrieren wenn die Jungvögel älter sind und ihrem Papa physisch und psychisch mehr Paroli bieten können.

Du weißt, wie sehr mich das freut!

Die Überlegungen von Karin (geierlady) gefallen mir gut. Und dann hast du ja noch meine Bachblütenliste, auch die könntest du mit deinem TA mal durchgehen.

geierlady hat geschrieben:Aber ich würde ihn zwischendurch nicht woanders unterbringen.

Tinaeule hat geschrieben:Diese Überlegungen kommen mir sehr bekannt vor. Aber ich habe mich dagegen entschieden.

Den Einwänden der beiden Mädels schließe ich mich zu 100 % an. Du kannst von keinem Halter verlangen, dass er deinen Rabauken aufnimmt, mittels der eigenen Tiere "therapiert" und dann wieder zurückgibt :wink: Stell dir mal die Unruhe bei den Vögeln vor, sollte sich da in der Zwischenzeit eine andere Liebschaft ergeben haben...

Und dann haben wir ja noch Plan B und ein Aufnahmeangebot, wenn alles nichts hilft :roll:

Rana hat geschrieben:Dem Interessenten mit der Außenvoliere habe ich die Bedenken zwecks Umsiedlung in eine Außenvoliere um diese Jahreszeit geschildert, aber noch keine Rückmeldung bekommen.

Das Gleiche berichtet mir Tim! Er wartet noch auf eine Kontaktaufnahme deinerseits :P . Irgendwas scheint da nicht funktionieren. Ruf doch am besten mal an oder schreib ihm 'ne sms, die Handynummer hatte ich dir ja auch gegeben. Er hat sich gestern Abend über den Facebook Massenger bei mir gemeldet, weil er noch nichts von dir gehört hatte. Ich hatte ihm die Bedenken des Forums gegen die momentane Umsetzung in eine Außenvoliere mitgeteilt. Er schrieb mir darauf, dass eine Überwinterung in einer handelsüblichen Zimmervoliere bis zum Frühjahr möglich wäre.

Ich bin jetzt heute nicht mehr Zuhause, sondern auf der "Baustelle". Alles Liebe, viel Glück und gute Gespräche!
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Zusammenfassung

Beitragvon rana » 11 Okt 2015 14:33

Ich versuche mal alles zusammenzufassen:

1. Familienzusammenführung
Sehr gerne würde ich noch einen Versuch der Familienzusammenführung machen. Aber erst wenn die Jungvögel ihrem Vater physisch und psychisch mehr Paroli bieten können. Jetzt werde ich den Jungvögeln ihren Vater bestimmt nicht nochmal zumuten, das Bild von der total verängstigten Feng Shui habe ich immer noch vor Augen. Ich werde die psychische Entwicklung der Jungvögel hin zu mutigen und selbstbewussten Kathis nicht noch einmal durch das Zusammentreffen mit ihrem Vater gefährden. In etwa sechs Monaten sind sie quasi Erwachsen und ein erneuter Vergesellschaftungsversuch würde Sinn machen. Dann hätte Oskar auch den Winter überstanden und eine Pause vom Brüten gehabt. Um Aggressionen und die Brutlust zu mindern wäre der Einsatz von Bachblüten und einer Vitaminmischung die sich positiv auf den Hormonhaushalt auswirkt bestimmt sinnvoll und angebracht.

2. Haltung von Zunami in dieser Zeit
Ein halbes Jahr Einzelhaltung wäre seiner angeschlagenen Psyche und seinem Sozialverhalten gewiss nicht zuträglich. Eine Vergesellschaftung mit einem fremden "Erwachsenen" Kathischwarm würde sein Sozialverhalten wahrscheinlich positiv beeinflussen. Dort würde er Freundschaften schließen und vielleicht sogar eine neue Partnerin finden. Ihn dann nach einem halben Jahr "Resozialisierung" wieder aus dem Schwarm zu reißen um erneut zu versuchen ihn mit seiner Familie zu vereinen wäre unnötiger Stress für ihn, den neuen Schwarm und seine ggf. neue Partnerin.
Damit ist weder Einzelhaltung, noch eine vorübergehende Unterbringung in einem anderen Schwarm für den Zeitraum von etwa sechs Monaten ein Option.

Also ist die Einzige sinnvolle Möglichkeit:

3. Ein schönes neues Zuhause für Zunami
Zunami ist ein wilder, selbstbewusster und physisch robuster Hahn. Die bisherige Paarhaltung in der Zimmervoliere mit Freiflug hat sich als zu klein und langweilig für ihn herausgestellt, jedenfalls ist dies meine Erklärung für seine Brutlust und Aggression. Ein Kathischwarm in einer Außenvoliere (ab Frühjahr) in der gegebenfalls auch andere Sittiche leben scheint mir die beste Option für ihn zu sein.

Dank Monis Hilfe gibt es auch bereits einen Interessenten, mit dem ich eben telefoniert habe. Er hat eine große tolle Außenvoliere mit Schutzhaus und Bachlauf (nur im Sommer) in der seine eigenen Nymphensittiche, Königssittiche, Singsittiche, Wellensittiche und 3 Katharinasittiche leben. Er ist super engagiert und hat noch eine zweite große Voliere in der er übergangsweise Tiere aus dem Tierheim oder Tierschutz bis zur Vermittlung unterbringt. Die 3 Katharinasittiche sind allesamt Hennen und schon älter (5-8 Jahre). Zwei sind Schwestern und sitzen immer zusammen, während die dritte allein ist seit ihr Partner vor einem Jahr gestorben ist. Bis zum Frühjahr würde er Zunami gemeinsam mit der einsamen Henne in einer Zimmervoliere unterbringen. Für mich klingt das super!

Ich bin Mitte November wahrscheinlich sowieso dort in der Gegend und könnte Zunami damit sogar selbst hinbringen, mir sein neues Zuhause anschauen und seine potentielle Partnerin (Partnerinnen ?!? :P ) kennen lernen.
Liebe Grüße
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Re: Dominanter Papa Zunami

Beitragvon geierlady » 11 Okt 2015 21:09

Das wäre ja ein ganz tolles neues zu Hause. :P
Da kann er als Hahn im Korb drei alte Weiber aufmischen. :lol:

rana hat geschrieben:In etwa sechs Monaten sind sie quasi Erwachsen und ein erneuter Vergesellschaftungsversuch würde Sinn machen.

Kathis sind erst mit ca. einem Jahr erwachsen.
Aber soviel ich weiß, bleiben sie in der Natur ca. drei Monate bei ihren Eltern, bevor sie ihr eigenes Leben als Jungvogel beginnen.

Deshalb mache ich einen Gegenvorschlag:
Warum versuchst du nicht eine Familien-Zusammenführung, wenn die Jungen in diesem Alter sind.
Wenn Zunami wirklich lernen würde, sie einzufügen, könnte er auch bei dir in seinem (Familien)- Schwarm leben.

rana hat geschrieben:Ich werde die psychische Entwicklung der Jungvögel hin zu mutigen und selbstbewussten Kathis nicht noch einmal durch das Zusammentreffen mit ihrem Vater gefährden.

Die gesunde Persönlichkeitsentwicklung gelingt allerdings am besten in einem Schwarm mit erwachsenen Vögeln.

Solltest du allerdings das Gefühl haben, dass eine erneute Zusammenführung in absehbarer Zeit keinen Zweck hat, hast du ja eine ganz tolle Möglichkeit gefunden. :)
Viele Grüße
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