Optimale Zuchtbedingungen und moralische Bedenken

Vererbung, Zucht, Geschlechtsbestimmung ...
Philosophin
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Optimale Zuchtbedingungen und moralische Bedenken

Beitragvon Philosophin » 22 Mär 2016 17:10

Hallo zusammen,

seit ein paar Monaten bereichern die vier Kathis Jaspar + Mia und Clara + Oskar mein Leben. Die vier leben gemeinsam in der Voliere Darwin, die wahrscheinlich bekannt ist. Nun ist es vielleicht etwas früh über Nachwuchs nachzudenken, aber ich habe den Eindruck, dass gerade Clara und Oskar während des Freifluges intensiv auf der Suche nach einer geeigneten Brutgelegenheit sind. Da ich bedingt durch mein Fernabitur viel Zeit habe, mich mit den vier "Geiern" zu beschäftigen, glaube ich sie schon ein wenig besser zu kennen. Sie machen einen munteren und zufriedenen Eindruck, sind ziemlich neugierig und wie alle Kathies seeehr verfressen! :D Wenn ich sie rufe, kommen sie mittlerweile sogar auf meine Hand geflogen. Ich halte es für wichtig, dass sie mir vertrauen, und mich nicht mehr als potentielle Gefahr wahrnehmen- ich könnte mir vorstellen, dass dies eine gesunde Brut stören könnte.

Obwohl ich viel recherchiert habe, sind mir noch ein paar Fragen zur Zucht offen geblieben. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen?!
Zum einen bin ich mir unsicher, ob ich Clara und Oskar von den anderen beiden separieren sollte, oder ob sie bei der Brut lieber in der Voliere bleiben sollten? :?: Ich hätte einen größeren Vogelkäfig, an den ich einen Brutkasten gut anbringen könnte. Dennoch hat dieser nicht die erforderliche Mindestgröße, und außerdem weiß ich nicht, wie sie auf die Trennung von Jaspar und Mia reagieren würden. Die Frage ist, wie viel Ruhe brauchen diese Tiere generell in der Brut- und Aufzuchtphase? Ich hätte u.a. auch die Möglichkeit sie in einem anderen Raum unterzubringen, wo sie viel Ruhe hätten- dafür aber weniger beaufsichtigt wären.

Zum anderen kommen mir bei der Sache moralische Bedenken. Oft habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich diesen Vieren ihre Freiheit beraubt habe bzw. unterstützt habe, dass sie weiterhin in einem "Käfig" gehalten werden. Natürlich wäre dies auch so gekommen, wenn ein anderer sie gekauft hätte. Aber ich meine eben, dass ICH daran mitgewirkt habe, dass diese Tiere weiter "produziert" werden (schreckliches Wort in diesem Zusammenhang, doch ich denke, dass ein Zoohandel nun mal kein anderes Interesse hat, als Profit mit seinen Lebewesen zu machen.) Wenn ich nun zulasse, dass meine vier Geier brüten, und weitere Katharinasittiche das Licht der Welt erblicken, aber in keinem natürlichen Lebensraum- sondern nur aus Egoismus (?) des Menschen in seiner Obhut existieren, fühle ich mich schuldig.
Denn so süß sie sind, welchen anderen Nutzen hat ihre Gefangenschaft als die Zufriedenheit und das Glück des Menschen!? Versteht mich bitte nicht falsch, aber ich liebe die Vier und gerade weil ich sie liebe, überlege ich, ob es richtig ist, eine Weiterverbreitung zuzulassen...

Was meint ihr dazu? :roll:

Ich würde mich über eine Diskussionsrunde sehr freuen, und wäre zu gleich dankbar für die Beantwortung meiner eher sachbezogenen Fragen!

Viele Grüße

Philosophin
Liebe Grüße auch von Clara+Oskar und Mia+Jaspar.

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Sittich-Pappa
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Re: Optimale Zuchtbedingungen und moralische Bedenken

Beitragvon Sittich-Pappa » 22 Mär 2016 17:26

Solange sie nur nach einer Brutmöglichkeit suchen, mach gar nichts und belasse es so wie es ist.
LG von Olli
und den Kathis:

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"Ein großer Mensch ist derjenige, der sein Kinderherz nicht verliert."

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Tinaeule
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Re: Optimale Zuchtbedingungen und moralische Bedenken

Beitragvon Tinaeule » 22 Mär 2016 18:33

Das ist eine schwierige Frage, nicht der technische, aber der moralische Aspekt. Ich glaube, da kann wirklich nur jede und jeder ganz persönlich zu Stellung nehmen. Und vielleicht auch aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen seine Meinung über die Jahre ändern.
Für mich persönlich kann ich sagen: Eigentlich denke ich, es ist viel besser Abgabetieren eine zweite Chance und ein Plätzchen zu geben, als weitere Kathis zu züchten.
Trotzdem hatte ich zwischendurch den Eindruck, dass das Brutgeschehen zu einem glücklichen Kathileben dazugehört und habe es zugelassen, dass zwei meiner Paare je ein befruchtetes Ei ausbrüten durften.
Das erste Küki ist wohl geschlüpft, ich habe allerdings nie erfahren ob es gelebt hat, sondern es tot gefunden, leicht angeknabbert von der Mama. Der Papa, der geschlagene vier Wochen den Nistkasten bewach hat wie ein Zinnsoldat, aber nie mit hinein durfte, war total verzweifelt.
Das zweite Küki lebte und bekam den Namen Chuck. Die unerfahrenen Eltern haben aber keine ordentlich Nistmulde gemacht und/ oder zu stark draufgesessen, die Spreizbeinchen, die es darum bekam, sahen zwar schlimm aus, konnten aber behandelt werden, die Lunge jedoch scheint sich nicht richtig entwickelt zu haben. Es starb noch im Kükenflaum, trotz aller tierärztlichen und eigenen Bemühungen. Die Eltern haben es schon 24 Std vor seinem Tod verlassen.
Nach dem Tod des Kükens hat der Hahn auch die Mutterhenne verlassen, völlig ignoriert. Sie ist darüber (?) todunglücklich und kurz darauf auch krank geworden. Die genaue Ursache hat auch der TA nicht rausbekommen. Sie starb 4 Monate nach ihrem Küken, von allen verlassen.
Diese Erlebnisse haben meine Einstellung verändert. Ich denke nun nicht mehr, dass die Brut immer ein schönes Geschehen ist, sondern eine Herausforderung und eine Krise auch für die Vogeleltern, die mit viel Leid verbunden sein kann, so wie im menschlichen Bereich auch. Ich lasse meine Tiere nun brüten, wenn sie es unbedingt wollen, fördern tue ich es nicht. Und ich tausche die Eier in Gipseier aus. Letzeres letztendlich allerdings auch wieder aus meinen persönlichen, egoistischen Motiven heraus: Ich mag keine Kükis mehr begraben, und auch keine Mamis mehr.
So weit. Ich weiß, es ist nicht übertragbar. Nur eine Erfahrung.
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Re: Optimale Zuchtbedingungen und moralische Bedenken

Beitragvon geierlady » 22 Mär 2016 20:45

Als Anfängerin in der Kathi-Haltung würde ich dir definitiv vom Züchten abraten.
Zu viel kann schief gehen. Und wenn so ein kleines Würmchen stirbt, ist die Trauer groß.

Meine Yuki hat im letzten jahr ihre Eier aus dem Schlafhäuschen auf den Volierenboden geworfen.
Ich habe ihr jedes kaputte Ei gezeigt, bevor ich es weggenommen habe und durch ein Kunstei ersetzt, welches ich ihr in ein Heukörbchen legte.
Dann habe ich alle röhren- und höhlenartigen Gegenstände aus der Voliere entfernt, und in dieser Saison hat sie gottlob bislang nicht gelegt.

Generell halten wir unsere Vögel zwar in Unfreiheit, aber dafür haben sie
- regelmäßige Mahlzeiten
- Schutz vor Feinden
- medizinische Versorgung
- große schön eingerichtete Vogelheime
- täglichen Freiflug
und eine(n) fürsorgliche(n) Federlose(n).
Es ist halt ein anderes Leben als in der Natur, und ich persönlich habe den Eindruck, dass sie es nicht schlecht finden.
In ihren Heimatländern werden Kathis laut Aussage meiner Vogeltierärztin mittlerweile als landwirtschaftliche Schädlinge angesehen und dementsprechend gejagt. :(
Das Leben in der Natur hat nicht nur gute Seiten.
Viele Grüße
geierlady
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Re: Optimale Zuchtbedingungen und moralische Bedenken

Beitragvon Coco Chanel » 23 Mär 2016 14:40

wow, die kommen sogar auf Zuruf auf deine Hand geflogen :D vielleicht merken die Süßen deine Einstellung.
Es wird immer eine Zwickmühle bleiben. Im Elsass sind die Storche fast ausgestorben, da hat man entschieden, die Storche über 2 Generationen in Gefangenschaft zu halten, um sie kontrolliert zu züchten, bzw Zwangsverpaarung. Furchtbare Kiste, aber wenn Tierarten aussterben ist es noch besch........ In der dritten Generation kann man sie wieder frei lassen, weil sie dann den Zugdrang verlieren und ortsansässig werden. Gleichzeitig wurde in Afrika die Bevölkerung aufgeklärt, die Vögel zu schützen. Inzwischen ist die Population so hoch, das vom Aussterben keine Rede mehr sein kann :D
Das ist zwar nicht dasselbe... Wir halten ja die Kathis, um uns daran zu erfreuen, sie möglichst artgerecht zu halten und wir fangen keine Wildvögel ein, sondern es werden domestizierte Vögel vermehrt. Der Hund wäre sonst immer noch dem Wolf näher als dem Menschen. ...

Fazit: "optimal" und "Zuchtbedingung" ist schon mal sprachlich quasi ein no go. Die moralischen Bedenken könnte der Kitt zwischen beiden Welten sein? Also könnte vielleicht die Frage lauten: Unter welchen Bedingungen ist eine Zucht von ehemaligen Wildvögeln am ehesten (moralisch) verantwortbar? :?: :rolleyes: :o

...jetzt bin ich fast ins Philosophieren gekommen :lol: :wink:
:D

Philosophin
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Re: Optimale Zuchtbedingungen und moralische Bedenken

Beitragvon Philosophin » 28 Mär 2016 00:27

Vielen Dank für eure Erfahrungsberichte, wenn mich auch deiner Tinaeule, sehr betroffen gemacht hat. Es tut mir leid, dass Chuck und seine Mama es nicht geschafft haben! :(

Das Argument, dass wir unseren gefiederten Freunden auch Schutz vor der Unbarmherzigkeit der Natur bieten, fand ich gut. Aus dieser Perspektive hatte ich es wirklich noch nicht betrachtet.

Ich habe meinen Vieren nun einen Nistkasten der Marke "Elmato" in die Voliere gestellt. Sie haben ihn ziemlich schnell in Beschlag genommen und sind fleißig dabei, dass darin liegende Zeitungspapier zu Schreddern. Der Boden hat eine Eiermulde, da ich mir aber unsicher war, ob diese nicht zu flach ausgefräst ist, habe ich ein kleines Glasschüsselchen rein gestellt, und es ausgepolstert. Ich habe viel über die Problematik mit den Spreitzbeinchen gelesen, und möchte dies in jedem Fall verhindern bzw. dem vorbeugen. Zwar wird es noch eine ganze Weile dauern, aber ich dachte, es ist besser, wenn ich den Kasten jetzt einrichte, und ihn danach nicht mehr verändere. (Sollten die Küken in der kleinen Schüssel liegen, hätten sie Halt durch die tiefe der Schale.) Oder sollte ich sie besser wieder rausnehmen? Der Nistkasten an sich steht auf dem Boden der Voliere, damit es später, wenn sie ein Ei oder sogar ein Küken hinaus werfen sollten, nicht fallen kann. (Oje ich komme mir gerade wie eine überführsorgliche Großmutter vor...) Es ist nun mal das erste Mal und ich gestehe, nur wenig Erfahrung mit diesen besonderen Tieren vorweisen zu können. Vielleicht ist es auch unvernünftig und ich sollte warten, allerdings werde ich die nächsten Monate durch meine Fernschule viel Zuhause sein. Ich habe wie gesagt, viel Zeit mich den Kathis zu widmen.

Vielleicht könnt ihr mir ja ein wenig helfen, meine Wissenslücken zu füllen!? :) Ist es richtig, dass ich Oskar und Clara, das Pärchen, das letztendlich brüten "soll" in der Voliere mit Jaspar und Mia halte? Oskar ist insgesamt eher aggressiv und jagt bei jeder Gelegenheit den armen Jaspar durch das ganze Zimmer. Ist dies unter den männlichen Kathis normal? Ich befürchte, dass dies durch die Brut stärker werden könnte, und er seinen Rivalen verletzen könnte. Andererseits lieben sie ihre Voliere, und verbringen trotz offener Türen die meiste Zeit in ihr. Ein Umzug würde den beiden ziemlich zusetzen. :roll:

Ich wünsche euch allen frohe und erholsame Ostertage!
Liebe Grüße auch von Clara+Oskar und Mia+Jaspar.

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Re: Optimale Zuchtbedingungen und moralische Bedenken

Beitragvon Sittich-Pappa » 28 Mär 2016 07:19

Hallo Philosophin,
So wie ich sehe hast du meinen Rat es bleiben zulassen ignoriert.

Philosophin hat geschrieben:Ich habe meinen Vieren nun einen Nistkasten der Marke "Elmato" in die Voliere gestellt. Sie haben ihn ziemlich schnell in Beschlag genommen und sind fleißig dabei, dass darin liegende Zeitungspapier zu Schreddern. Der Boden hat eine Eiermulde, da ich mir aber unsicher war, ob diese nicht zu flach ausgefräst ist, habe ich ein kleines Glasschüsselchen rein gestellt, und es ausgepolstert. Ich habe viel über die Problematik mit den Spreitzbeinchen gelesen, und möchte dies in jedem Fall verhindern bzw. dem vorbeugen.


1. Zeitungspapier und Glasschüsselchen raus, bessert eine dünne Schicht, ca. 1cm, mit Kleintierstreu oder feines Buchenholzgranulat auf dem Nistkastenboden ausstreuen.

Philosophin hat geschrieben:Vielleicht könnt ihr mir ja ein wenig helfen, meine Wissenslücken zu füllen!? :) Ist es richtig, dass ich Oskar und Clara, das Pärchen, das letztendlich brüten "soll" in der Voliere mit Jaspar und Mia halte? Oskar ist insgesamt eher aggressiv und jagt bei jeder Gelegenheit den armen Jaspar durch das ganze Zimmer. Ist dies unter den männlichen Kathis normal?


2. Nicht alle Kathis eignen sich für eine Gruppenbrut.

Philosophin hat geschrieben:Ich befürchte, dass dies durch die Brut stärker werden könnte, und er seinen Rivalen verletzen könnte. Andererseits lieben sie ihre Voliere, und verbringen trotz offener Türen die meiste Zeit in ihr. Ein Umzug würde den beiden ziemlich zusetzen. :roll:


3. Davon kannst du ausgehen, Oscar wird jetzt verstärkt den Nistkasten gegen andere verteidigen und du wirst um eine Trennung nicht drum rum kommen, damit er seine Aufgaben als
als Partner erfüllen kann und nicht dauernd abgelenkt wird.

Philosophin hat geschrieben:
Ich wünsche euch allen frohe und erholsame Ostertage!


Danke.
LG von Olli
und den Kathis:

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Re: Optimale Zuchtbedingungen und moralische Bedenken

Beitragvon Philosophin » 28 Mär 2016 10:09

@Sittich-Pappa,

danke für deinen Rat mit der kleinen Schüssel. Zu dem Untergrund ist es so, dass über dem Zeitungspapier eine dicke Schicht Buchenholzgranulat gestreut ist. Die Zeitung diente ursprünglich also als Schutz, um später einmal besser sauber machen zu können.
Dass was du zu der Trennung der Beiden sagst, werde ich auf jeden Fall beherzigen! Ich werde heute mal den anderen Käfig einrichten und fertig machen. Vielleicht fliegen sie ja sogar von alleine hinein.
Es ist nicht so, dass ich mir keine Gedanken über dein Abraten gemacht hätte, im Gegenteil. Ich denke jedoch, dass irgendwann immer das erste mal sein wird. Deswegen habe ich mich in dem Forum angemeldet, um eben zum einen mehr theoretisches Wissen ansammeln zu können und zum anderen in der Praxis darauf aufmerksam zu werden.
Liebe Grüße auch von Clara+Oskar und Mia+Jaspar.

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Re: Optimale Zuchtbedingungen und moralische Bedenken

Beitragvon snoere » 28 Mär 2016 12:10

Guten Morgen,

was genau hast du denn vor mit den Jungtieren?

Denn meine größten moralischen Bedenken sind nicht die, die Tiere zu halten. Sondern weitere zu produzieren, über deren Schicksal ich nicht entscheiden kann. Fakt ist: du wirst nicht alle Vögel behalten können, oder? Was also passiert dann mit den Jungtieren, wenn sie ihren eigenen Platz brauchen?

Gruß
Siggi

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Re: Optimale Zuchtbedingungen und moralische Bedenken

Beitragvon Philosophin » 28 Mär 2016 16:07

Ich werde sie tatsächlich nur so lange behalten können, wie es braucht, bis sie so weit entwickelt sind, dass sie ihre Eltern nicht mehr brauchen. Als ich mich umgesehen habe, bin ich auf Ebay Kleinanzeigen gestoßen, wo manche Leute doch tatsächlich Lebewesen verkaufen! Das finde ich furchtbar und so soll es nicht sein. Ich schreibe es einmal ganz direkt in die Runde, wenn jemand an den späteren Jungtieren Interesse haben sollte, kann er mich (wenn es so weit ist) gerne kontaktieren. Es soll sehr wahrscheinlich auch bei einer einzigen Zucht bleiben. Ich möchte es meinen Kathis einmal in ihrem Leben ermöglichen, und selbst beobachten können, wie sich die kleinen Jungtiere entwickeln werden.
Liebe Grüße auch von Clara+Oskar und Mia+Jaspar.


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