Optimale Zuchtbedingungen und moralische Bedenken

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snoere
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Re: Optimale Zuchtbedingungen und moralische Bedenken

Beitragvon snoere » 28 Mär 2016 19:42

Damit übergiebst du aber automatisch die Verantwortung, die du für die Tiere trägst, an jemanden anderen, sobald dieser die Vögel nimmt/kauft/was auch immer. Und der/die kann dir 5000mal sagen, dass er gut auf die Tiere aufpasst, sich immer brav meldet udn Fotos schickt, den meisten Menschen schaust du eben - wie heißt es so schön - nur vorn Kopp.

Und so bleibt die Frage: willst/kannst du damit leben, irgendwann nicht mehr zu wissen, was aus "deinen" Vögeln geworden ist?
Siggi

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Re: Optimale Zuchtbedingungen und moralische Bedenken

Beitragvon Philosophin » 28 Mär 2016 20:04

Hmm...schwierig. Vielleicht bin ich zu gutgläubig. Wie machen denn die anderen das hier? Wohin gebt ihr eure Jungvögel?
Übrigens ist auch nicht einmal gesichert, dass es sich bei Clara und Oskar tatsächlich um Henne und Hahn handelt. Was mich stutzig macht ist, dass Claras Gefieder einen genau so hohen Schwarzanteil aufweist, wie bei Oskars. Vom Verhalten her würde ich sie aber eindeutig als weiblich beschreiben. Ein sehr soziales Tier, ständig um ihren Partner besorgt und stets freundlich und gutmütig. :D Sie ist intensiv damit beschäftigt, den Nistkasten auszustatten. Das Zeitungspapier habe ich übrigens auch wieder rausgenommen. Die Druckerschwärze ist bestimmt nicht gut, wenn sie ständig daran herum knabbern. Die vorgenommene Trennung der beiden Paare funktioniert übrigens nicht so gut. Sie wollen eindeutig wieder zurück in die Voliere- da allerdings streiten sie sich ja nur. Ich lasse sie jetzt erst mal in dem kleineren Käfig und beobachte, ob sie sich in den nächsten Tagen besser damit abfinden können. Zu fressen bekommen Clara und Oskar im Hinblick auf eine mögliche Brut Ricos Futtermischung Nr. 3 ohne Sonnenblumenkerne, zwei mal wöchentlich einen Teelöffel Eifutter, und natürlich Obst und Gemüse. Das extra gekaufte Quellfutter haben sie nicht angenommen. Außerdem steht im Käfig noch ein Pflänzchen Cubaguu, sowie ein paar Zweige vom Bambus aus dem Garten. Vom Tierarzt empfohlen wurde mir das Vitaminpräparat Korvimin, dass alle regelmäßig übers Futter gesprüht bekommen.
Liebe Grüße auch von Clara+Oskar und Mia+Jaspar.

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snoere
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Re: Optimale Zuchtbedingungen und moralische Bedenken

Beitragvon snoere » 29 Mär 2016 10:12

Philosophin hat geschrieben:Hmm...schwierig. Vielleicht bin ich zu gutgläubig. Wie machen denn die anderen das hier? Wohin gebt ihr eure Jungvögel?


Ganz einfach: ich lass meine Vögel 'auf Plastik' brüten. So leben sie ihren Bruttrieb aus, ohne dass Nachwuchs entsteht. Dementsprechend muss ich auch keine Jungvögel abgeben. In nunmehr 20 Jahren Katharinasittichhaltung habe ich nur ein einziges Mal eine Brut zugelassen. Die drei Jungvögel leben noch heute bei uns.
Ansonsten leben bei uns ausschließlich Abgabevögel.

Du wirst deine ultimative Antwort nicht erhalten, es wird immer die Pro- und die Kontra-Menschen geben. Die Entscheidung, ob du die Verantwortung für die Tiere - jetzige und zukünftige - übernimmst, wirst du alleine treffen müssen.

Gruß
Siggi


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