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Gefieder

Es gibt zwei Hauptaufgaben, welche die Gefiederfärbung der Papageien zu erfüllen hat: Auffallen und Tarnen.

Beim Katharinasittich liegt die Priorität offensichtlich in der Tarnung. In grünem Blätterwerk ist das Gefieder kaum von seiner Umgebung zu unterscheiden. Die schwarze Gefiederfärbung imitiert perfekt das Spiel von Licht und Schatten in den Wipfeln der Bäume. Nun wird auch klar, dass eine Balz mit der Präsentation des farbenprächtigen Gefieders, ellenlangen Schwanzfedern oder einer hübschen Haube so gar nicht zum Katharinasittich passt. Er erledigt das eher nebenbei und unauffällig.

Trotzdem ist das Gefieder der Katharinasittiche nicht langweilig oder eintönig. Wie bereits bei der Beschreibung des Sittichs erörtert, weisen die Federn unterschiedlichste Farbschattierungen auf. Hier möchte ich näher auf die Federn im Speziellen eingehen, auch im Hinblick auf die Farbgebung, welche für die Farbschläge wichtig ist.

Katharinasittiche gehören zu den Nesthockern. Sie schlüpfen also nahezu nackt und sind noch einige Tage blind. Die Nestdunen, welche eine selbständige Federgeneration darstellen, sind zunächst weiß. Sie dienen alleine der Wärmeregulierung. Später werden diese durch das Jugendgefieder ersetzt. Dieses weist graue Dunen auf, wie sie auch die Altvögel haben. Schon bald sprießen die ersten Konturfedern, meist zunächst an Schwanz und Flügeln, später am ganzen Körper.
Erst nach der ersten Mauser, der Jugendmauser, spricht man vom Altersgefieder, auch wenn anhand des Gefieders bei den Katharinasittichen kaum zwischen den Jungen und Altvögeln unterschieden werden kann.

Wie bei allen Vögeln gibt es verschiedene Arten von Federn, die je nach Gestalt und/oder Funktion in unterschiedliche Gruppen eingeteilt werden können (Nickel 1992). Die folgende Auflistung soll einen kleinen Überblick geben:

Mindestens einmal im Jahr vollzieht sich bei den Vögeln ein immer wiederkehrendes Phänomen - die Mauser. Dies ist ein hormonell bedingter Prozess, bei dem große Teile des Gefieders erneuert werden. Beim Katharinasittich läuft die Mauser im Herbst (September/Oktober/November) als Teilmauser ab, oftmals zum zweiten Mal, dann aber wesentlich schwächer, im Frühjahr. Das bedeutet, dass nicht alle Schwungfedern gleichzeitig abgeworfen werden und der Vogel somit flugfähig bleibt. Gerade jüngere Tiere können aber durchaus mehrmals pro Jahr mausern, bedingt durch Wachstum und hormonelle Umstellungen. Dabei kann die sogenannte Jugendmauser, also die erste Mauser eines Jungvogels, arg heftig ausfallen. Der Vogel wirkt dann zerzaust und unvollständig.
Wie man sich vorstellen kann, ist dieser Prozess der Gefiedererneuerung für den Vogel strapaziös. Der Organismus des Vogels ist dadurch nicht mehr so widerstandsfähig und verstärkt infektionsgefährdet. Oft sind die Tiere dann ruhiger und besonders auf eine reichhaltige, ausgewogene Ernährung angewiesen.

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