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Heimat

Die Nominatform (B. l. lineola) ist von Südmexiko bis Westpanama zu finden. Den Peru-Katharinasittich (B. l. tigrinus) dagegen trifft man südlicher in West-Kolumbien, in den Anden-Regionen Nord-West-Venezuelas, Nord-West-Ecuador und Zentral-Peru an. Es sind aber auch Exemplare in Bolivien gesichtet worden (Arndt 1986, Niemann 2003).

Verbreitung

Dort hält sich der Katharinasittich gerne in Bäumen dichter Waldregionen auf, wo er aufgrund seiner Färbung perfekt getarnt ist. Aber auch in baumarmen Savannen, lichten Wäldern und Nebelwäldern der subtropischen Zone Zentralamerikas ist er anzutreffen. Dabei suchen die Tiere in den Sommermonaten die Gebirgswälder bis zu Höhen von 2300 m auf. Bevorzugt halten sie sich oberhalb von 1500 m auf. Im Winter dagegen ziehen sie sich in niedriger gelegene Gebiete zurück (etwa 600 m).
Die nomadisch lebenden Katharinasittiche treten meist in kleinen Schwärmen unter 20 Vögeln oder paarweise auf. Lediglich außerhalb der Brutzeit sind Gruppen von über 100 Tieren zu beobachten. So werden Schlafbäume von Hunderten der kleinen Sittiche aufgesucht. Sie überfliegen freie Flächen hoch und schnell unter lautem, schrillem Rufen. Dagegen fallen sie in den hohen Bäumen kaum auf, lediglich ein helles Zwitschern deutet auf ihre Anwesenheit hin.

Nach Kolar/Spitzer (1995) sind Katharinasittiche Waldvögel, die aber zur Zeit der Maisreife auch Felder besuchen. In freier Wildbahn trifft man die Sittiche im Gegensatz zu den Erfahrungen bei der Volierenhaltung kaum am Boden an. Bielfeld (1992) und Vriends (1999) dagegen sagen, dass Katharinasittiche sich oft am Boden aufhalten, um nach Samen und Insekten Ausschau zu halten.

Robiller (1986) weist darauf hin, dass die Populationen der Katharinasittiche in ihren natürlichen Habitaten im Wesentlichen stabil sind. Demnach haben Abholzungen kaum zu Bestandsrückgängen geführt. Dagegen führt Low (1983) an, dass der Katharinasittich in Mexiko immer seltener wird, da die dort begrenzten Lebensräume mehr und mehr zerstört werden.

Über das Brutverhalten liegen keine ausreichenden Daten vor. Bekannt ist lediglich, dass Katharinasittiche, wie die meisten Papageien, Höhlenbrüter sind und ihre Jungen in abgestorbenen Bäumen großziehen. Juniper (1998) erwähnt Brutzeiten der Katharinasittiche, die in Costa Rica in den Trockenzeiten, in Panama wahrscheinlich im Dezember und in Kolumbien im Juli/August liegen.

Die Ernährung der Katharinasittiche beinhaltet hauptsächlich Baumfrüchte und -samen. Lantermann (2002) erwähnt Nahrungspflanzen der Gattung Myrtis, Heliocarpus, Miconia und Cecropia sowie Bambussamen (Chusquea-Bambus) und Mais. Arndt (1986) beschreibt Katharinasittiche, welche die Samen des Burio-Baumes fressen, sowie die kleinen, schwarzen Beeren einer baumartigen Miconia und andere Früchte. Außerdem nehmen Katharinasittiche wahrscheinlich auch Insekten und deren Larven als tierischen Nahrungsbestandteil auf.
Im Großen und Ganzen variiert die Ernährung der Katharinasittiche stark, bedingt durch ihre nomadische Lebensweise.

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