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Mutationen

Aufgehellt (Heterosomal rezessiv)

Aufgehellt
Aufgehellter Katharinasittich in dunkelgrün.

Im Jahr 1999 trat eine neue Mutation beim Katharinasittich auf, welche noch immer nicht eindeutig charakterisiert und gefestigt ist - der aufgehellte Katharinasittich. Im englischen wird diese Mutation pallid, also blass, bleich genannt. Es findet eine Melaninreduktion von etwa 15 % statt (Inte Onsman, MUTAVI Research & Advice Group).
Grund für die schleppende Aufklärung und Verbreitung dieser Mutation ist die schwierige Identifizierung der aufgehellten Katharinasittiche. Die aufgehellten Tiere unterscheiden sich auf den ersten Blick nur minimal von ihren nicht aufgehellten Artgenossen. Auffallend sind die helleren Wangen sowie die aufgehellte Kehle des Vogels, immer im Vergleich zum restlichen Körper gesehen. Außerdem sind die Füße und Krallen heller, die schwarze Gefiederzeichnung dagegen lediglich im Bereich des Großgefieders (Steuerfedern, Handschwingen, ...).

Aufgehellt
Aufgehellte Katharinasittiche in grün (vorne) und dunkelgrün.

Die Mutation vererbt wie die Ino-Mutation rezessiv und geschlechtsgebunden. Das bedeutet, dass aus der Verpaarung eines aufgehellten Hahnes mit einer wildfarbenen Henne wildfarbene Hähne und Hennen, grüne Hähne spalt aufgehellt und aufgehellte Hennen fallen. Wird hingegen eine aufgehellte Henne mit einem wildfarbenen Hahn verpaart, so entstehen grüne Hennen und spalterbige Hähne.
Des Weiteren konnte festgestellt werden (durch Testkreuzungen), dass dieser Mutationslocus der gleiche wie der Ino-Locus ist. Das bedeutet, dass diese Mutation den Ino-Locus betrifft, jedoch mit weniger dramatischem Effekt als bei einem kompletten Ino. Die Bedeutung dieser Entdeckung wird deutlich, wenn man die Mutationen aufgehellt und ino miteinander kombiniert. Verpaart man einen aufgehellten Hahn (welcher dementsprechend auf beiden Geschlechtschromosomen die entsprechende Genmutation trägt) mit einer Lutino-Henne, so fallen aus dieser Verbindung aufgehellte Weibchen (wie erwartet) und wesentlich heller Männchen, so genannte Pallidinos. Letztere bekommen ein Z-Chromosom vom Vater und das der Mutter, sind demnach also eine Kombination aus ino und aufgehellt. Diese Farbe wird beschrieben als eine Zwischenstufe zwischen aufgehellt und gelb, also sehr helles grün. Es ist eine logische Konsequenz, dass nur Männchen Pallidinos sein können, da nur sie zwei Z-Chromosomen haben.

Aufgehellt
Aufgehellter (links) und wildfarbener Katharinasittich.

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