logo english Version

Mutationen

Türkis/Hellblau (Autosomal rezessiv)

Türkis

Diese Farbe ist eine äußerst attraktive und bei den Züchtern beliebte Mutation. Das gesamte Gefieder leuchtet in kräftigem Grünblau. Dabei ist die schwarze Gefiederzeichnung komplett vorhanden. Schnabel und Zehen sind fleischfarben und unterscheiden sich nicht von denen der wildfarbenen Vögel. Bei einigen Exemplaren konnte ich leicht aufgehellte Krallen feststellen, so dass die Blutbahnen erkennbar waren. Bei meiner türkisfarbenen Henne war dies jedoch nur bis zu einem Alter von etwa einem Jahr zu beobachten. Danach waren die Krallen genauso dunkel wie bei ihrem wildfarbenen Partner.
Erwähnenswert ist, dass es bisher keine rein blauen Katharinasittiche gibt, daher wird dieser Farbschlag auch türkis und nicht blau genannt (Martin 2002). Im allgemeinen Sprachgebrauch wird in Deutschland jedoch fast ausschließlich die Bezeichnung hellblau verwendet. Im Englischen gibt es neben der Bezeichnung turquoise (also türkis) auch den Ausdruck parblue (frei übersetzt blaugrün oder teilblau), was den Farbschlag ebenfalls gut beschreibt. Die Belgier und Niederländer bezeichnen den Farbschlag mit zeegroen, also see-grün. Es gibt viele verschiedene Meinungen, wie die "fast blauen" Katharinasittiche (und auch andere Papageien wie der Halsbandsittich oder das Rosenköpfchen) denn nun genannt werden sollen. Die Diskussion wird sich sicherlich noch fortsetzen, aber bis eine Einigung erzielt wird, werde ich hier auf dieser Seite den Begriff türkis verwenden.

Türkis

Schaut man sich die türkisfarbenen Katharinasittiche an, so erkennt man, dass sie stets einen Gelbstich aufweisen. Bei dieser Mutation handelt es sich um eine partielle Deaktivierung des Genes, welches für die blaue Mutation zuständig ist. Bei einer totalen Deaktivierung, welches durch weitere Mutationen durchaus möglich ist, würden blaue Vögel entstehen, wie sie unter anderem bei den Wellensittichen bekannt sind. Diese Vögel sind dann gar nicht mehr in der Lage, das gelbe Pigment Psittacin einzulagern, wohingegen die türkisfarbenen Tiere dies durchaus noch können.

Der türkisfarbene Farbschlag vererbt autosomal rezessiv. Somit können sowohl Weibchen als auch Männchen spalterbig für türkis sein. Spalterbigkeiten sieht man den Tieren nicht an. Wenn es also blaustichige Katharinasittiche und eher gelbliche grüne Vögel gibt, sagt dies nichts über mögliche Spalterbigkeiten auf, sondern führt uns lediglich die große Varianz der Wildfarbe vor Augen.
Erst wenn beide Allele des Türkis-Locus mutiert sind, sind die Tiere tatsächlich türkis.

Türkis

Jetzt erhältlich - das Katharinasittichfarbschlagposter!

nach oben
www.katharinasittiche.de - © 2002 - 2016 Sigrid & Hendrik März
xhtml  css
zum Forum Katharinasittichnetzwerk.de
Buch
zooplus.de