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Neil und sein neues Leben

Geboren: 2002
Farbe: wildfarben
Geschlecht: 1.0

Neil wurde Mitte 2003 zusammen mit seinem Partner Gizmo in einem Zoogeschäft erworben. Neil hieß damals noch Nellie, denn es sollte sich um ein Weibchen handeln. Die beiden waren wohl schon länger zusammen und verstanden sich prima. Wie leider so oft, wurden die Tiere auch hier in einem Zustand verkauft, mit dem der Laie in der Vogelhaltung überfordert ist. Somit stand für die neue Besitzerin erst einmal Krallenschneiden auf dem Plan, welches sie nach kurzer Beratung meisterte. An Frischkost mussten die beiden Katharinasittiche auch erst einmal mit viel Geduld herangeführt werden. Aber auch diese Hürde war bald geschafft.
Leider traten bereits im September 2003 erste gesundheitliche Probleme bei Gizmo auf. Symptome waren dauerndes Würgen und Schleimspucken. Ein Tierarzt in der sofort aufgesuchten Notfall-Tierklinik diagnostizierte eine chronische Kropfentzündung. Antibiotika brachten kurzfristig Linderung. Dennoch befand sich Gizmos Gesundheitszustand in den folgenden Monaten in einem ewigen Auf und Ab.
Im Juni 2004 erlag Gizmo trotz bester Pflege seinem Leiden.

Der verbliebende Partner "Nellie" trauerte stark und war schrecklich einsam. Die Besitzerin entschloss sich, sich von dem Katharinasittich zu trennen und machte sich auf die Suche nach einem neuen Zuhause für ihn. Da sich sein Gemütszustand jedoch verschlechterte, bezog der inzwischen in Neil umgetaufte Katharinasittichhahn bereits fünf Tage nach dem Tod seines Partners eine vorübergehende Bleibe in unserem Vogelzimmer, in welchem er regen Kontakt mit unseren Katharinasittichen pflegte. Wie unterschiedlich die Dialekte der Katharinasittiche sein können, erfuhren wir hier einmal mehr, da Neil in einer völlig anderen Tonhöhe rief, als wir es von unseren Katharinasittichen gewohnt sind. Dennoch gab es offensichtlich keine Kommunikationsprobleme.
Auffällig war eine groß Hektik und Unruhe, welche Neil an den Tag legte. Immer wieder kletterte er die Gitterstäbe auf und ab und verlangte lautstark nach Gesellschaft. Nur wenn sich unsere Katharinasittiche um ihn scharten (also, sich auf bzw. neben seinen Käfig setzten), wurde er etwas ruhiger.

Ein paar Tage später stand fest, dass Neil ein weiteres Mal umziehen würde, denn es hatte sich eine neue Bleibe für den einsamen Kathi-Mann gefunden. Eine ebenso einsame Kathi-Dame wartete in einer großzügigen Außenvoliere auf ihn, wie auch etliche Kanarienvögel, Finken und Wachteln. So trat Neil seine hoffentlich letzte große Reise in sein neues Leben an.

Er verstand sich auf Anhieb prima mit seiner neuen Partnerin und erkundigte neugierig sein Revier. War er am ersten Tag noch unruhig und laut, so wich diese Hektik bald einer neuen Sicherheit und Ruhe.
Inzwischen hat Neil sich wunderbar eingelebt und weicht seiner Angebeteten nicht mehr von der Seite. Die Beiden unternehmen alles gemeinsam und fühlen sich offensichtlich richtig wohl.

Neil  Neil

Wir wünschen dem jungen Paar weiterhin alles Gute und ein hoffentlich noch langes, glückliches Leben.

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