logo english Version

Schwarmhaltung

Katharinasittiche sind wie viele Papageien Schwarmvögel und können in einer Voliere oder einem Zimmer als solcher gehalten werden.
Aber ab wann ist eine Katharinasittichgruppe ein Schwarm?
Nach meinen bisherigen Beobachtungen lassen sich bei Katharinasittichen zwei große Verhaltensbereiche feststellen: das Paarverhalten und das Sozial- oder Gruppenverhalten. Das Paarverhalten schildert die Verhaltensweisen zweier Tiere in einem Paarverhältnis zueinander. Das Sozialverhalten hingegen beschreibt das Verhalten einiger Paare und Tiere untereinander in einer Gruppe. Die Erfahrung zeigt, dass zwei Paare (also vier Tiere) sich einfach wie zwei Paare verhalten, selten wie eine Gruppe. Bei drei Paaren hingegen lassen sich erste Verhaltensmuster einer Gruppendynamik erkennen. Wenngleich natürlich keine absolute Aussage gemacht werden kann, so ist verallgemeinernd gesagt eine Gruppe von drei Katharinasittichpaaren ein Kleinstschwarm.
Bestärkt wird diese These durch die Beobachtungen, dass die Integration neuer Tiere, insbesondere einzelner Tiere, in eine bestehende Gruppe ab sechs Tieren wesentlich reibungsloser verläuft als bei vier oder fünf Tieren. Außenseiter werden von einem Schwarm wesentlich besser akzeptiert als von einer Gruppe aus zwei Paaren oder aus Einzeltieren.

Stark abhängig ist die erfolgreiche Schwarmbildung von den einzelnen Charakteren, die in einer solchen Katharinasittichgruppe leben. Beeinflussende Faktoren sind beispielsweise: Dominanz, Gesundheit, erfolgte oder nicht erfolgte Sozialisierung, Geschlechterverhältnis, Verhältnis der Paaranzahl zur Anzahl der Einzeltiere und vieles mehr. Jede Katharinasittichgruppe muss demnach individuell angeschaut werden, inwieweit sie ein Schwarmgefüge ausgebildet hat und wie stabil dieser Schwarm ist.

Im Gegensatz zu diversen Plattschweifsitticharten (z. B. Pennantsittiche) oder Singsittichen kann ein Katharinasittichschwarm auch während der Brutzeit zusammen bleiben. Auch wenn die Aggressivität dominanter Männchen während dieses Zeitraums gesteigert ist, so kommt es nur selten zu Auseinandersetzungen, die ein Eingreifen des Menschen nötig machen.

Den Rest des Jahres verbringt ein harmonischer Schwarm in Eintracht. Gemeinsam fressen, schlafen und dösen steht auf dem Tagesplan. Das gesamte Repertoire des Sozialverhaltens wird gezeigt. Oft kraulen die Tiere dann auch paarübergreifend, Gruppen hocken zusammen und knattern gemeinsam vor sich hin. Für den Beobachter ist dies ein wirklich schöner Anblick.

Gruppe

Folgende Dinge sollten bei der Zusammenstellung eines Schwarmes beachtet werden:

nach oben
www.katharinasittiche.de - © 2002 - 2016 Sigrid & Hendrik März
xhtml  css
zum Forum Katharinasittichnetzwerk.de
Buch
zooplus.de