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Vergesellschaftung

Katharinasittiche gelten als friedlich. Bei einer Koloniehaltung sollte jedoch pro Paar mindestens ein Quadratmeter Bodenfläche zur Verfügung stehen.
Vergesellschaftungen mit diversen Vogelarten sind bekannt. Arndt (1986) berichtet von Gemeinschaftsvolieren mit Nymphensittichen (Nymphicus hollandicus), Bourkesittichen (Neophema bourkii), Pflaumenkopfsittichen (Psittacula cyanocephala) und Finkenvögeln. Robiller (1986) konnte in einer Gemeinschaftsvoliere mit jungen Katharinasittichen, Kanarienvögeln und Wellensittichen beobachten, wie ein Wellensittichmännchen einen jungen Katharinasittich kraulte. Borchard/Fiedler (Duderstadt) wissen von Katharinasittichen zu berichten, die sich zu einer alten Wellensittichdame gesellten und diese kraulten.

Verschiedene Züchter berichten über die Vergesellschaftung von Katharinasittichen mit folgenden Vogelarten:

Ich selbst halte Katharinasittiche mit Wellensittichen und Zebrafinken zusammen.

Einen schönen und interessanten Erfahrungsbericht über die Vergesellschaftung von Katharinasittichen mit Kanarienvögeln und Zebrafinken gibt es in einer Ausgabe des Pirol (Online-Magazin des Vogelnetzwerkes).

Sowohl Low (1983) als auch de Grahl (1985) raten von der Vergesellschaftung der Katharinasittiche mit größeren Papageien oder anderen größeren Vögeln ab, da Katharinasittiche sich gegen Angriffe dieser angeblich nicht wehren. So kann es zu extremen Verletzungen bis hin zum Tode der Vögel kommen. Sie als geborene Opfer zu bezeichnen, wie dies oft geschieht, ist meiner Meinung nach nicht nachvollziehbar. Bei Reibereien mit Wellensittichen ziehen in der Regel die Wellensittiche den Kürzeren. Ein Haltung zusammen mit Nymphensittichen wird im Zweifelsfall nur für die Nymphensittiche problematisch. Grigull (1976) schreibt dazu: "In diesem Jahr hielt ich sie mit 1,1 Nymphen in einer größeren Voliere zusammen, musste sie jedoch im April rausfangen, da die Nymphen kaum an das Futter kamen."
Die Aussagen beziehen sich auf gesunde, kräftige Tiere. Genügend Platz, um sich aus dem Weg gehen zu können, ist Pflicht. Außerdem ist noch zu erwähnen, dass es auch bei den Katharinasittichen individuelle Unterschiede gibt. Besonders temperamentvolle, draufgängerische Exemplare sind ebenso anzutreffen wie schüchterne, zurückhaltende. Daher ist es natürlich wichtig, die Tiere bei einer Vergesellschaftung genau zu beobachten, um ernste Auseinandersetzungen gegebenenfalls zu unterbrechen und die Tiere zu trennen.

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